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Vilarinha

Rundwege

5 Km

Diese Route führt durch hügeliges Gelände mit tiefen Schluchten, die im Lauf von Millionen von Jahren durch fließendes Wasser aus dem Küstenplateau herausgewaschen wurden.

Die Hänge sind bedeckt mit Wäldern und Macchie, die auf den durch Jahrtausende der Erosion ausgelaugten, mageren Böden bestehen können. In den Talsohlen hat die Ablagerung von Sedimenten jedoch für die Entstehung von Auen gesorgt, deren Böden in der Nähe von Flussläufen eine dickere Erdschicht aufweisen und fruchtbarer und ebener sind, als Plateau und Abhänge. Der Pfad durchquert landwirtschaftliche Flächen, Wälder, Buschlandschaften und Wasserläufe. Die landwirtschaftlichen Gebiete sind von Wiedehopfen, Lerchen, Grauammern und Stelzen bevölkert. In den Gehölzen aus Schirmpinien picken Spechte Löcher in die Baumrinde, um dort die Samen zu knacken und dann an die Pinienkerne zu gelangen. Die Korkeichen-Wälder sind durchwachsen mit den Sträuchern des Erdbeerbaums, dem Medronheiro, dessen Früchte zu dem berühmten Schnaps verarbeitet werden. Entlang der Wasserläufe, zwischen den zahlreichen Tamarisken kann man Brombeeren, Anis, wilde Rosen, Rossminze und Polei-Minze bzw. Flohkraut sammeln. In Frühling und Sommer sieht man den Hahnenfuß im Wasser fluten.

 

In den feuchten Zonen und Auen im Gebiet von Vilarinha findet man 75% aller in Portugal lebenden Amphibien, als da sind Salamander, Molche, Kröten und Wasserfrösche sowie eine seltene und geschützte Art, den Iberischen Scheibenzüngler Discoglossus galganoi.  Die Amphibien nehmen im Ökosystem wichtige Aufgaben wahr, wie beispielsweise die Kontrolle von Insektenplagen, denn sie ernähren sich unter anderem von den Wasserlarven der Mücken.

 

Dieses Gebiet wurde vom Menschen erheblich verändert, besonders ab der Mittelsteinzeit seit etwa 8.000 Jahren v.Chr. Die Siedler brandrodeten die Wälder, um das Wachstum von Kräutern und die Bedingungen für die Pflanzenfresser, eine wichtige Basis ihrer Ernährung, zu begünstigen. Als Folge des Feuers erleichterte die lichtere Vegetation auch den Jägern den Zugang zu diesen Gebieten und das Jagen selbst. Diese Populationen nutzten je nach Jahreszeit temporäre Lagerplätze, entweder in Meeresnähe oder in den Bergen, der Serra, um entweder die Fülle an Fischen und Meeresfrüchten zu nutzen, oder zu jagen und die Früchte des Waldes zu sammeln. An sicheren Orten mit mildem Klima entstanden aber auch langfristige oder Basislager, wo man Grabstätten und Strukturen für die Aufbewahrung von Lebensmitteln findet.

 

Tatsächlich halten diese Ortswechsel der Menschen zu bestimmten Jahreszeiten bis heute an. Noch immer verlassen Leute ihre Dörfer zum Jagen, Fischen oder Sammeln von Wildpflanzen und nutzen dazu ein Wissen, dessen Ursprung sich in der Vergangenheit verliert. Zum Ende des Frühjahrs beispielsweise wandern viele Einwohner der Südwestküste in die Berge, um Oregano zu sammeln, der sich getrocknet den ganzen Rest des Jahres hält. Die ortsansässigen Jäger jagen Rothühner, eine der Spezies, deren Knochen man vielfach in den Ausgrabungsstätten der Region findet. Der Fischfang ist für viele lokale Einwohner noch immer eine Form, den Lebensunterhalt der Familie zu ergänzen, speziell im Frühling und im Sommer.

Wo starten?

Vilarinha
bei den Informationstafeln.

Technische Daten

Schwierigkeitsgrad: 3

Entfernung: 5 KM
Geschätzte Dauer: 2

Aufstieg gesamt: 0 m
Gesamtabstieg: 150 m

Höhe max.: 120 m
Höhe min.: 20 m

Empfohlene Jahreszeit: September bis Juni

VERHALTENSREGELN

Motorisierte Fahrzeuge gefährden die Wanderer. Wählen Sie alternative Wege.

Motorräder oder Jeeps sollten auf dem Historischen Weg vermieden werden; prüfen Sie ggf. Alternativen.

Zelten und Feuerentfachen ist außerhalb der ausgewiesenen Plätze nicht gestattet.

Führen Sie Ihren Hund an der Leine und sammeln seine „Hinterlassenschaften“ auf.

Die Weidetiere sind zahm, mögen aber nicht, wenn sich Fremde ihrem Nachwuchs nähern. Einige Höfe und Herden werden von Hunden bewacht. Verhalten Sie sich vorsichtig.

Die Wege durchqueren privates Gelände; schließen Sie die Pforten und Absperrungen wieder hinter sich.

Bereiten Sie Ihre Wanderung gut vor und gehen Sie keine Risiken ein. Unterwegs gibt es kaum Verpflegungs- und Ausrüstungsmöglichkeiten für Wanderer; nehmen Sie stets Wasser, Verpflegung und Sonnenschutz mit.

An einigen Stellen sind Straßen zu überqueren; hier gilt besondere Vorsicht.

Sie treffen auf ideale Picknick-Plätze; nehmen Sie Ihren Abfall bitte immer mit.

Nutzen Sie die Gelegenheit, Erfahrungen mit den Einheimischen auszutauschen und die lokale Lebensart kennenzulernen. Die Pfade durchqueren empfindliche Gebiete des Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina.

Tipps

Wichtige Hinweise

Diese Rund-Tour ist in Weiß und Rot beschildert (wie der Historische Weg), und nur ein kleiner Teil hat eine weiße, rote und gelbe Markierung.

In Zeiten starker Niederschläge ist dieser Weg nicht begehbar.

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