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Sagres » Salema

Etappe des Fischerweges

19,5 Km

Auf dieser anstrengendsten Etappe des Fischerpfads wird der Wanderer durch den Anblick der gewaltigen Kalkklippen und deren markante Formen sowie der Schönheit der Strände Martinhal, Barranco, Ingrina, Zavial, Furnas, Figueira und schließlich Salema belohnt.

In der Bucht von Baleeira kommt man durch einige bemerkenswerte Lebensräume – die Wasserläufe gesäumt von Tamarisken (Tamarix africana), die Küsten-Macchie auf Kalkboden, die Lagune von Martinhal, eine Düne, einen Sandstrand, eine felsige Gezeitenzone und vorbei an kleinen Inseln, die inmitten der Bucht aus dem Meer ragen.

 

Die Lagune von Martinhal trocknet im Sommer aus, während sie im Winter aufgrund der Unwetter ebenso vom Meer aus geschwemmt, wie sie aus den Stauseen von Mós und Vale do Lobo mit Süßwasser versorgt wird.

 

Die Spezies, die sich hier angesiedelt haben, sind an diese unterschiedlichen Gegebenheiten – den Salzgehalt und die Wasserverfügbarkeit – angepasst. Diese Gegend eignet sich hervorragend für die Vogelbeobachtung, besonders in ihren Zugzeiten, wenn auch sehr seltene Arten auftauchen. Die beiden Vogelarten, die dort Leben, die Blaumerle und die Alpenkrähe sind nur vom aufmerksamen Beobachter zu unterscheiden, denn auf den ersten Blick scheinen beide völlig schwarz zu sein. Die unter der Wasseroberfläche liegenden Felswände der kleinen Inseln vor Baleeira werden von Tauchern besucht, die dort Fische, Garnelen, Anemonen, Krebse und Gorgonien (eine Familie von Weichkorallen)beobachten.

 

Der Kalkspat, das vorherrschende Mineral der hellen Felsen der Klippen, wird vom Wasser in unregelmäßiger Form gelöst und bildet Bögen, Riffe und Grotten. Auch das Meer und das abfließende Wasser modellieren langsam aber stetig feine, zarte Stickereien in die Kalkfelsen.

 

Dieses Gebiet ist seit mindestens der Jungsteinzeit von Menschen besiedelt. Zwischen den Stränden von Martinhal und Rebolinhos finden sich Spuren römischer Besatzung (im 3. bis 5. Jahrhundert): eine Zisterne, neun Öfen zur Herstellung von Amphoren und ein weiterer Ofen für das Brennen von Dachziegeln und Ziegelsteinen. Dort existierte ein großes Töpferzentrum, spezialisiert auf die Herstellung von Amphoren zur Aufbewahrung von gesalzenem und eingelegtem Fisch. Die Lage dieses Zentrums erklärt sich aus der Nähe zu Lehmgruben einerseits und aufgrund der bequemen Transportoption über den Seeweg andererseits, der sich durch die geschützte Lage der Bucht von Baleeira anbot.

 

Auf der Ponta da Fisga, einem Felsvorsprung zwischen den Stränden Zavial und Ingrina stand die Festung Zavial. Heute übrig sind die rechteckigen Grundmauern einer Art militärischer Festung aus dem 18. Jahrhundert. Zuvor stand dort das Fort Santo Inácio, das dem Erdbeben von 1755 zum Opfer fiel. Von diesem Punkt aus hat man einen grandiosen und weiten Blick auf eine eindrucksvolle Landschaft, der im Osten bis zur Ponta da Torre (900m) und im Westen bis zur Ponta da Atalaia (6km) reicht.

Wo starten?

Sagres
in der Gartenanlage von Sagres (Jardim de Sagres), bei der Touristen-Information.

Salema

am Strand von Salema.

Technische Daten

Schwierigkeitsgrad: Sehr anspruchsvoll

Entfernung: 19,5 KM
Geschätzte Dauer: 8

Aufstieg gesamt: 600 m
Gesamtabstieg: 650 m

Höhe max.: 80 m
Höhe min.: 0 m

Empfohlene Jahreszeit: September bis Juni

VERHALTENSREGELN

Motorisierte Fahrzeuge gefährden die Wanderer. Wählen Sie alternative Wege.

Motorräder oder Jeeps sollten auf dem Historischen Weg vermieden werden; prüfen Sie ggf. Alternativen.

Zelten und Feuerentfachen ist außerhalb der ausgewiesenen Plätze nicht gestattet.

Führen Sie Ihren Hund an der Leine und sammeln seine „Hinterlassenschaften“ auf.

Die Weidetiere sind zahm, mögen aber nicht, wenn sich Fremde ihrem Nachwuchs nähern. Einige Höfe und Herden werden von Hunden bewacht. Verhalten Sie sich vorsichtig.

Die Wege durchqueren privates Gelände; schließen Sie die Pforten und Absperrungen wieder hinter sich.

Bereiten Sie Ihre Wanderung gut vor und gehen Sie keine Risiken ein. Unterwegs gibt es kaum Verpflegungs- und Ausrüstungsmöglichkeiten für Wanderer; nehmen Sie stets Wasser, Verpflegung und Sonnenschutz mit.

An einigen Stellen sind Straßen zu überqueren; hier gilt besondere Vorsicht.

Sie treffen auf ideale Picknick-Plätze; nehmen Sie Ihren Abfall bitte immer mit.

Nutzen Sie die Gelegenheit, Erfahrungen mit den Einheimischen auszutauschen und die lokale Lebensart kennenzulernen. Die Pfade durchqueren empfindliche Gebiete des Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina.

Tipps

Bei Ebbe ist es leicht, den Weg zwischen den Stränden Furnas und Figueira zu benutzen. 200 m westlich des Parkplatzes am Strand von Salema kann man die anschaulichen Fußabdrücke von Dinosauriern betrachten, die vor 250 Millionen Jahren auf dem Fischerpfad unterwegs waren!

Wichtige Hinweise

Bei feuchtem Gelände sollte man beim Abstieg zu den Stränden ganz besonders vorsichtig sein. Im Winter können die Bars an den Stränden geschlossen haben, so dass es nur zu Beginn und Ende der Etappe Verpflegungsmöglichkeiten gibt. Der Weg beinhaltet anspruchsvolle Auf- und Abstiege.

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