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S. Torpes » Porto Covo

Etappe des Fischerweges

10 Km

In São Torpes beginnt das Abenteuererlebnis einer Wanderung entlang des Fischerpfads, das auch eine Zeitreise ist: Sie lassen die industrialisierte Zivilisation von Sines hinter sich und betreten ein Naturreservat, das diese langgestreckte Küste mit ihren Stränden, Dünen und Klippen, die noch unscheinbar sind, jedoch nach Süden hin mehr und mehr in die Höhe wachsen, in ihrer Natürlichkeit bewahrt.

Mit dieser Etappe im Süden des Hafens von Sines beginnt der Fernwanderweg „Trilho dos Pescadores“, der Fischerpfad. Die Errichtung des Industrieviertels von Sines begann in den frühen 70er Jahren und verursachte eine tiefgreifende Veränderung der Landschaft und der sozioökonomischen Realität dieser Region. Die Industrie hinter uns lassend betreten wir den riesigen Naturpark “Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina”, der diese Wanderroute annähernd 200 km begleitet und erst in Burgau endet, wo der Fischerpfad noch 17 km bis zur Stadt Lagos weiterführt.

Am Strand kann man bei Ebbe erkennen, dass der Meeresgrund vorwiegend felsig ist. Bevor der Hafen von Sines gebaut wurde, gab es hier Sand in Fülle. Inzwischen halten die Hafenmauern die Sedimente, die aus dem Norden angeschwemmt werden, von der  südlichen Küste zurück. Das enorme Felsenriff voller Löcher und Höhlen ist die perfekte Umgebung für eine reiche Fauna: Seesterne, Seeigel, Anemonen, Schwämme, Krebse, Kraken, Sepien, Entenmuscheln und eine enorme Vielfalt an Fischen leben hier. Am Beginn der Nahrungskette befinden sich die grünen, braunen und roten Algen, die im transparenten Wasser voller Licht üppig wachsen.

Eine der Traditionen dieses Gebiets, die Sie möglicherweise auf diesem Weg beobachten können, ist dieKonservierungvon Kraken und Muränen, die in der Sonne zum Trocknen aufgehängt werden wie Wäsche. Es ist eine Kunst, die geöffneten Körper mithilfe von Schilfrohr aufzuspannen, um sie in der Sonne vollständig trocknen zu lassen. Diese uralten Techniken entstammen der Notwendigkeit, den Überfluss an Fischfang in Zeiten des Überangebots zu konservieren, um Nahrung für die Zeiten des Mangels zu sichern. Getrockneter Krake, gegrillt auf Holzkohle ist eine Leckerei, die auf den Wochenmärkten und in den Markthallen verkauft wird, ebenso wie der Seeigel, dessen Eier man um Ostern herum isst.

Die Muräne, die in großer Zahl die felsigen Höhlen dieses Küstenabschnitts bewohnt, ist ein sehr origineller Fisch. Weder hat sie die Form eines Fisches (sondern die einer Schlange), noch hat sie die Farbe eines Fisches (sie ist dunkel, gelbgesprenkelt wie ein Feuersalamander), noch hat sie Schuppen! Sie kann bis zu 15 kg schwer und mehr als 1,5 m lang werden. Diese Größe und dazu noch ein auffälliges Maul, das ein hämolytisches Gift absondert und mit Mengen enormer und spitzer Zähne versehen ist, lässt einen leicht verstehen, dass kein Fischer sie je in die Hand nimmt. Muränen verbringen den Tag im Höhlenversteck und kommen nachts hervor, um Fische, Krebstiere und Kopffüßler in ihrem Territorium zu jagen.

 

Wo starten?

S. Torpes

an der Bar am Strand Kalux

Porto Covo

am Markt von Porto Covo

Technische Daten

Schwierigkeitsgrad: Leicht

Entfernung: 10 KM
Geschätzte Dauer: 3 Std

Aufstieg gesamt: 120 m
Gesamtabstieg: 100 m

Höhe max.: 30 m
Höhe min.: 0 m

Empfohlene Jahreszeit: September bis Juni

VERHALTENSREGELN

Motorisierte Fahrzeuge gefährden die Wanderer. Wählen Sie alternative Wege.

Motorräder oder Jeeps sollten auf dem Historischen Weg vermieden werden; prüfen Sie ggf. Alternativen.

Zelten und Feuerentfachen ist außerhalb der ausgewiesenen Plätze nicht gestattet.

Führen Sie Ihren Hund an der Leine und sammeln seine „Hinterlassenschaften“ auf.

Die Weidetiere sind zahm, mögen aber nicht, wenn sich Fremde ihrem Nachwuchs nähern. Einige Höfe und Herden werden von Hunden bewacht. Verhalten Sie sich vorsichtig.

Die Wege durchqueren privates Gelände; schließen Sie die Pforten und Absperrungen wieder hinter sich.

Bereiten Sie Ihre Wanderung gut vor und gehen Sie keine Risiken ein. Unterwegs gibt es kaum Verpflegungs- und Ausrüstungsmöglichkeiten für Wanderer; nehmen Sie stets Wasser, Verpflegung und Sonnenschutz mit.

An einigen Stellen sind Straßen zu überqueren; hier gilt besondere Vorsicht.

Sie treffen auf ideale Picknick-Plätze; nehmen Sie Ihren Abfall bitte immer mit.

Nutzen Sie die Gelegenheit, Erfahrungen mit den Einheimischen auszutauschen und die lokale Lebensart kennenzulernen. Die Pfade durchqueren empfindliche Gebiete des Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina.

Tipps

Abhängig vom Zustand des Meeres kann man am Anfang der Etappe den Strand von S. Torpes überqueren. Sie können die Gelegenheit nutzen und baden. Das Wasser ist hier durch das Heizkraftwerk, das es als Kühlwasser nutzt, nach seinem Austritt erwärmt. Aus diesem Grund nennen Einheimischen den Strand auch „Praia do Esquentador“ (Durchlauferhitzer-Strand)!

Wichtige Hinweise

Ein Teil der Etappe führt entlang der Straße. An zwei Stellen kann man einen Strand überqueren. Vergewissern Sie sich, dass die Bedingungen dafür günstig sind, denn ansonsten müssen Sie auf der Straße weitergehen.

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