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Odeceixe und Seixe-Fluss

Rundwege

14,5 / 16 Km

Diese Rundtour führt zum großen Teil am Fluss Seixe entlang — mit seinem klaren Wasser und seinen Galeriewäldern ein wahrer Hotspotan Artenvielfalt. Der kühle Schatten entlang des Flusses kontrastiert mit dem herrlichen Blick auf das glänzende Tal des Seixe und São Miguel, wo unsere Wanderung endet.

Der Seixe-Fluss entspringt  in den Monchique-Bergen und ergießt sich am Strand von Odeceixe ins Meer. Er stellt einen wichtigen ökologischen Korridor zwischen den Bergen und der Küste dar. Hier finden sich einige seltene Fische wie die Karpfenart “escalo-do-Arade” (Squalius aradensis), dessen Bestand als äußerst gefährdet eingestuft wird, sowie der Barbe „barbo-do-sul“ (Luciobarbus sclateri), eine Spezies, endemisch in der südlichen Zone der iberischen Halbinsel mit dem Status „gefährdet“. Diese Fische sind auf sauberes, fließendes und wohltemperiertes Wasser, steinigen Untergrund und üppige Ufervegetation  angewiesen. Das Schwinden dieser spezifischen Lebensräume in Verbindung mit dem Eindringen exotischer Arten verursacht ihr Aussterben. In diesem Fluss wurden verschiedene exotische Spezies entdeckt, darunter der Gemeine Sonnenbarsch (Lepomis gibbosus) und der Östliche Moskitofisch (Gambusia holbrooki).

 

Weitere, für die Seixe-Flusslandschaft typische Tiere sind der Fischotter (Lutra lutra), die iberische Smaragdeidechse (Lacerta schreiberi), verschiedene Fledermausarten und Dutzende von Vogelarten. Am Fluss und entlang der landwirtschaftlichen Bewässerungskanäle leben zudem zwei Arten von Schildkröten: die Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis) und die Maurische Bachschildkröte (Mauremys leprosa).

 

Die Ufer des Seixe sind gesäumt von Weiden, Eschen, Erlen und der Portugiesischen Eiche (Quercus faginea) und an manchen Stellen begegnet man in Flussnähe zwei Überbleibseln der Monchique-Flora: der Kanarischen Eiche (Carvalho-de-Monchiqueoder Quercus canariensis), heimisch im westlichen Mittelmeerraum, die ihre Blätter das ganze Jahr über behält und in Portugal Seltenheitswert hat, sowie dem Rhododendron (Rhododendron ponticum), der hier selten ist und sowohl auf der iberischen Halbinsel als auch am Schwarzen Meer endemisch vorkommt. Er ist von besonderem wissenschaftlichen Interesse, da man annimmt, dass er ein Relikt der Flora des Tertiär ist (Laurissilva). Auf dieser Tour bekommt man zudem ein in Portugal besonders rares Baum-Habitat zu sehen: Erlensümpfe – Haine aus Schwarz-Erlen (Alnus glutinosa), die hier und da die Flussauen bevölkern, mit Efeu bewachsen und von wilden Veilchen (violetas-bravas) und Königsfarn (feto-real) umgeben sind.

 

Der Pfad führt auch durch Haine von Stern-Kiefern, Eukalyptus, Korkeichen und Portugiesischen Eichen. Im üppigen mediterranen Buschwerk herrschen die wilde Olive (zambujeiro), der Stechplamen-Kreuzdorn (sanguinho-das-sebes) und die salbeiblättrige Zistrose (estevinha) ebenso vor, wie wilder Fenchel, wilder Spargel, die Kleinblütige Bergminze, der Lorbeerblättrige Schneeball, der Erdbeer-Baum (Medronheiro), die wilde Artischocke oder Karde, der wilde Schopflavendel, die Lusitanische Gall-Eiche, die Besenheide, die Baumheide, die Lackzistrose, der Stechginster, der Stechende Mäusedorn, die Wilde Möhre, und der Mastix. Zu den hier zahlreichen Vogelarten gehören Piper, Schwalben, Stelzen, Lerchen, Grauammern, Bienenfresser, Haus-Rotschwänze, Bluthänflinge, Stieglitze und Triele.

Bei Einbruch der Nacht beginnen die Fledermäuse mit ihrem Insekten-Bankett und Eulen und Käuzchen gehen im vorwiegend offenen Gelände geräuschlos auf Beutezug.

Im Seixe-Flusstal finden sich Spuren menschlicher Besiedlung, die aus der Vorgeschichte stammen sowie Zeugnisse der späteren Besatzung durch Römer und Araber.

Wo starten?

Odeceixe, in der Siedlung Malhadais

nahe dem Fußballplatz.

Odeceixe

am Platz Largo 1º de Maio (dem Hauptplatz) in Richtung zum Strand. 

Technische Daten

Schwierigkeitsgrad: Mittelschwer

Entfernung: 14,5 / 16 KM
Geschätzte Dauer: 4 Std 30 / 5 Std 30

Aufstieg gesamt: m
Gesamtabstieg: 300 / 400 m

Höhe max.: 130 m
Höhe min.: 10 m

Empfohlene Jahreszeit: September bis Juni

VERHALTENSREGELN

Motorisierte Fahrzeuge gefährden die Wanderer. Wählen Sie alternative Wege.

Motorräder oder Jeeps sollten auf dem Historischen Weg vermieden werden; prüfen Sie ggf. Alternativen.

Zelten und Feuerentfachen ist außerhalb der ausgewiesenen Plätze nicht gestattet.

Führen Sie Ihren Hund an der Leine und sammeln seine „Hinterlassenschaften“ auf.

Die Weidetiere sind zahm, mögen aber nicht, wenn sich Fremde ihrem Nachwuchs nähern. Einige Höfe und Herden werden von Hunden bewacht. Verhalten Sie sich vorsichtig.

Die Wege durchqueren privates Gelände; schließen Sie die Pforten und Absperrungen wieder hinter sich.

Bereiten Sie Ihre Wanderung gut vor und gehen Sie keine Risiken ein. Unterwegs gibt es kaum Verpflegungs- und Ausrüstungsmöglichkeiten für Wanderer; nehmen Sie stets Wasser, Verpflegung und Sonnenschutz mit.

An einigen Stellen sind Straßen zu überqueren; hier gilt besondere Vorsicht.

Sie treffen auf ideale Picknick-Plätze; nehmen Sie Ihren Abfall bitte immer mit.

Nutzen Sie die Gelegenheit, Erfahrungen mit den Einheimischen auszutauschen und die lokale Lebensart kennenzulernen. Die Pfade durchqueren empfindliche Gebiete des Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina.

Tipps

Wichtige Hinweise

Beachten Sie, dass die Beschilderung solange weiß, rot und gelb ist, wie Historischer und Rundweg identisch verlaufen. Für Sie wegweisend ist immer die gelb-rote Markierung, die speziell dem Rundwanderweg gilt.

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