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Von Santa Clara zum Stausee

Rundwege

10 Km

Das beschauliche Dorf SantaClara-a-Velhahat sich die Mystik des Alentejanischen bewahrt. Nach ihm ist der Damm benannt, der den riesige See anstaut, der uns hier in der ausgedehnten Bergwelt (Serra) des großen Landkreises Odemira überrascht.Das stets vorhandene Wasser und die weite Aussicht über den bergigen Alentejo sind ideale Bedingungen für einen Ausflug mit der ganzen Familie.

Auf der Wanderung zwischen Santa Clara und dem Staudamm sind der See und der kleine Fluss, der später zum breiten Rio Mira wird, die prägnantesten Begleiter. Der Staudamm von Santa Clara wurde konzipiert, um zirka 12.000 Hektar Land mit Wasser zu versorgen, aber auch den Stadtwasserbedarf zu decken. Der Auftrag zu seinem Bau erfolgte während der Zeit des Estado Novound der Stausee ist einer der größten in Europa.

Auf der Strecke am Fluss, unterhalb der Staumauer beinhaltet die Vegetation Akazien, Mimosen, Pappeln, Eschen, Weiden, Schilf und Rohrkolben. Brunnenkresse und Poleiminze bedecken die flacheren Abschnitte des Flusses in Zeiten ohne Überschwemmungen Sie finden auch Verwendung in der lokalen Gastronomie. Die Flussabschnitte mit stehendem Wasser sind von Seerosen bedeckt. In den fruchtbareren Gebieten nahe dem Fluss gibt es Gemüse- und Obstgärten mit Orangen, Feigen und Oliven. Die Vögel bevölkern diese Umgebung voller geeigneter Lebensräume für Nahrung und Nestbau; besonders auffällig aber ist die Blauelster (hierzulande Charnecogenannt).

Santa Clara-a-Velha ist einen etwas ausgedehnteren Aufenthalt wert. Es hat besondere lokale Produkte, darunter einen köstlichen Honig und den Medronho-Schnaps zu bieten.

Am Dorfeingang kann man an der Quelle von Azinhal pausieren, deren Einfassung von 1892 stammt und die 1995 restauriert wurde. Der Platz eignet sich optimal für ein Picknick und das Wasser ist von hervorragender Qualität. Die Kirche Santa Clara de Assisstammt aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts (während die Altäre mit vergoldeten Schnitzereien aus dem 18. Jahrhundert stammen). Die Architektur des Gebäudes ist im religiös-manuelinischen, barrocken Stil gehalten, typisch für den Orden Santiago de Espada, in dessen Besitz sich das Gebäude befand.

Wenige 100 Meter nach dem Verlassen des Dorfs gelangt man an die Brücke Ponte de D. Maria, die etwa 182 gebaut wurde. Diese Brücke befindet sich auf einer alten Via Romana, die Arandis (Garvão) mit Ossónoba (Faro) und einer Nebenstraße nach Pax Julia (Beja) verband, weshalb sie auch römische Brücke genannt wird. Auch wenn sie nicht aus dieser Zeit stammt, nimmt man an, dass sich an dieser Stelle eine antike Konstruktion befand, wahrscheinlich aus der römischen Zeit. Die Ponte D. Maria wurde Ende des 19. Jahrhunderts für den Autoverkehr gesperrt.

 

Wo starten?

Santa Clara-A-Velha

Am Ortseingang bei der Touristen-Information.

 

Technische Daten

Schwierigkeitsgrad: Leicht

Entfernung: 10 KM
Geschätzte Dauer: 3 Std

Aufstieg gesamt: 0 m
Gesamtabstieg: 200 m

Höhe max.: 210 m
Höhe min.: 50 m

Empfohlene Jahreszeit: September bis Juni

VERHALTENSREGELN

Motorisierte Fahrzeuge gefährden die Wanderer. Wählen Sie alternative Wege.

Motorräder oder Jeeps sollten auf dem Historischen Weg vermieden werden; prüfen Sie ggf. Alternativen.

Zelten und Feuerentfachen ist außerhalb der ausgewiesenen Plätze nicht gestattet.

Führen Sie Ihren Hund an der Leine und sammeln seine „Hinterlassenschaften“ auf.

Die Weidetiere sind zahm, mögen aber nicht, wenn sich Fremde ihrem Nachwuchs nähern. Einige Höfe und Herden werden von Hunden bewacht. Verhalten Sie sich vorsichtig.

Die Wege durchqueren privates Gelände; schließen Sie die Pforten und Absperrungen wieder hinter sich.

Bereiten Sie Ihre Wanderung gut vor und gehen Sie keine Risiken ein. Unterwegs gibt es kaum Verpflegungs- und Ausrüstungsmöglichkeiten für Wanderer; nehmen Sie stets Wasser, Verpflegung und Sonnenschutz mit.

An einigen Stellen sind Straßen zu überqueren; hier gilt besondere Vorsicht.

Sie treffen auf ideale Picknick-Plätze; nehmen Sie Ihren Abfall bitte immer mit.

Nutzen Sie die Gelegenheit, Erfahrungen mit den Einheimischen auszutauschen und die lokale Lebensart kennenzulernen. Die Pfade durchqueren empfindliche Gebiete des Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina.

Tipps

Verpflegung

In Santa Clara-a-Velha gibt es einen Kaufladen, in dem man sich für die Wanderung versorgen kann. Auf der Hälfte des Weges, oberhalb des Staudamms gibt es das Hotel Rural Santa Clara.

Der Weg lässt sich mit dem Wanderweg “A Caminho de Totenique” verbinden. Man kann am Strand Praia Fluvial da Barragem de Santa Claraoder ein Stück weiter, bevor sich der Weg vom Staudamm entfernt, ein erfrischendes Bad nehmen. Ein Picknick an der Quelle auf dem letzten Stück des Weges empfiehlt sich, bevor man in das Dorf zurückkehrt.

Wichtige Hinweise

Bevor man zum Landgut Herdade do Azinhalkommt, ist die Hälfte des Abstiegs vom Staudamm in Richtung Santa Clara (auf einer Länge von 1,3 km) mit nur je einer Markierung zu Anfang und am Ende ausgeschildert, um die Interessen des Eigentümers zu wahren. Der Weg ist gradlinig und eindeutig.

Es gibt weitere Wanderwege in dem Gebiet, weshalb besonders auf die Beschilderung zu achten ist.

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