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Cercal do Alentejo

Rundwege

7,5 Km

Rund um das rein ländliche Dorf von Cercal führt dieser Rundweg durch ein Mosaik aus kleinen Höfen, Gemüse- und Obstgärten, wo der Alltag das ländliche Leben der Menschen des Alentejo ist. Die Route kreuzt kleine Wasserläufe, die in den Bergen der Serra do Cercal entspringen und nach Osten in Richtung des Stausees von Campilhas und anschließend bis zum Rio Sado fließen.

Der Rundweg von Cercal zeigt uns das harmonische Zusammenleben des Menschen mit der Natur. Er verläuft auf Wegen, die seit Jahrhunderten zu Gemüse- und Obstgärten, Viehweiden und Getreidefeldern führen. Das tägliche Kommen und Gehen gleicht dem Herzschlag, der die Einwohner seit Zeiten mit dem fruchtbaren Boden verbindet, der sie umgibt und ernährt.

Feigen, Quitten, Oliven, Apfelsinen, Wollmispeln und Zitronen bilden attraktive Obstgärten. Die Felder ernähren Schafe, Ziegen, Kühe, Hühner und Gänse. Zu den zahlreichen Wildvögeln, die den Weg des Wanderers kreuzen, gehört die Aaskrähe, die Bachstelze, der Kuhreiher, der Zaunkönig, die Grauammer und die Mönchsgrasmücke. Auch das Wildschwein verrät anhand von Wühlstellen und Wälzplätzen seine Präsenz. In den Hecken, in den Gehölzen und am Rand der Felder wachsen viele Wildpflanzen wie Geißblatt, Lackzistrose, Schmalblättrige Steinlinde, wilder Schopflavendel, Kermes- oder Stecheiche, Lusitanische Gall-Eiche, Stechender Mäusedorn und Herbst-Seidelbast. Manche werde kulinarisch genutzt, wie der Lorbeer, der wilde Spargel, Oregano und der Erdbeerbaum oder Medronheiro. An feuchteren Stellen wachsen Johanniskraut und Minze in Büscheln und entlang der Wasserläufe die Weiden.

Auf der Tour trifft man auch auf die Quinta da Mandorelha, ein Wahrzeichen von Cercal, wo man bis vor wenigen Jahren zum Klang von Harmonium und Akkordeon tanzen und sich verlieben konnte.

Es finden sich Spuren der Besiedlung von Cercal bis in prähistorische Zeiten. Aber erst nach der Besetzung durch die Römer wurde Cercal zu einem der bevölkerungsreichsten Orte der Region, was leicht verständlich ist: die Landschaft ist eben und zugleich sind die Felder durch die Berge (Serra) von Cercal vor den Meereswinden geschützt. Es gibt reichlich Wasser, das in den Bergen entspringt und in Wasserläufen das ganze Gebiet durchzieht. Es gibt Berichte aus dem 18. Jahrhundert, die Cercal do Alentejo alsvon „ausgedehnten Weidelandschaften mit Korkeichen (Montados) und weiten Flussniederungen“ umgeben beschreiben, die eine „reiche Ernte an Weizen“ hervorbringen.

Für den Reichtum des Bodens gab es neben der Landwirtschaft immer einen weiteren Interessenten: die Förderung von Bodenschätzen. Es wurden Kupfer, Eisen und Mangan gefördert, wobei Eisen die Hauptrolle spielte. Allein im Gemeindegebiet gibt es die fünf Eisenminen Cerro da Fonte Santa, Toca do Mocho sowie die Berge Mina, Tulhas und Rosalgar, die im Jahr 2000 stillgelegt wurden.

Man erzählt die Legende, dass ein Adliger in Mandorelha seine Tochter in einen efeubewachsenen Turmeinsperrte, um sie daran zu hindern, sich mit ihrem Geliebten zu treffen, der ein Bürgerlicher war. Den Schlüssel warf er in einen Wasserfall. In der ersten Zeit ihrer Gefangenschaft kam das Mädchen ans Fenster, nahe dem reißenden Wasser, kämmte sich und sang dazu ein trauriges Lied. Eines Tages blieb sie aus und die Leute meinten, sie habe sich ins Wasser gestürzt. Ab diesem Tag erscheint in Vollmondnächten der Geist des jungen Mädchens in Mandorelha, kämmt sich mit einem Kamm aus Gold und singt wie dazumal.

Wo starten?

Cercal do Alentejo

am Kreisverkehr (Largo dos Caeiros). 

Technische Daten

Schwierigkeitsgrad: Leicht

Entfernung: 7,5 KM
Geschätzte Dauer: 2 Std 30

Aufstieg gesamt: 0 m
Gesamtabstieg: 200 m

Höhe max.: 190 m
Höhe min.: 130 m

Empfohlene Jahreszeit: September bis Juni

VERHALTENSREGELN

Motorisierte Fahrzeuge gefährden die Wanderer. Wählen Sie alternative Wege.

Motorräder oder Jeeps sollten auf dem Historischen Weg vermieden werden; prüfen Sie ggf. Alternativen.

Zelten und Feuerentfachen ist außerhalb der ausgewiesenen Plätze nicht gestattet.

Führen Sie Ihren Hund an der Leine und sammeln seine „Hinterlassenschaften“ auf.

Die Weidetiere sind zahm, mögen aber nicht, wenn sich Fremde ihrem Nachwuchs nähern. Einige Höfe und Herden werden von Hunden bewacht. Verhalten Sie sich vorsichtig.

Die Wege durchqueren privates Gelände; schließen Sie die Pforten und Absperrungen wieder hinter sich.

Bereiten Sie Ihre Wanderung gut vor und gehen Sie keine Risiken ein. Unterwegs gibt es kaum Verpflegungs- und Ausrüstungsmöglichkeiten für Wanderer; nehmen Sie stets Wasser, Verpflegung und Sonnenschutz mit.

An einigen Stellen sind Straßen zu überqueren; hier gilt besondere Vorsicht.

Sie treffen auf ideale Picknick-Plätze; nehmen Sie Ihren Abfall bitte immer mit.

Nutzen Sie die Gelegenheit, Erfahrungen mit den Einheimischen auszutauschen und die lokale Lebensart kennenzulernen. Die Pfade durchqueren empfindliche Gebiete des Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina.

Tipps

In Cercal do Alentejo gibt es gute Cafés und Restaurantes. Nutzen sie die Gelegenheit. 

Wichtige Hinweise

In diesem Gebiet gibt es weitere Wanderwege. Auf die Markierung ist deshalb zu achten.

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