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Carrascalinho

Rundwege

14 Km

Auf sandigen Böden und in einer Hügellandschaft aus Schiefer verläuft der Weg durch zwei unterschiedliche Zonen – zwei komplementäre Habitate.

Die sandigen Böden, weich geschwungen, beherrschen den nördlichen Teil dieses Rundwegs, den Kieferngehölze und eine niedere Buschlandschaft aus aromatischen Kräutern, wilden Orchideen und seltenen Pflanzenarten prägen. Man durchquert offenes Ackerland, wo Schwalben, Bienenfresser und Iberienraubwürger Insekten fangen und wo Raubvögel Mäuse und Reptilien jagen.

Im südlichen Abschnitt der Route zeigt sich ein eher hügeliges Geländerelief mit tiefen Tälern, die von reißenden Fluten in die Schieferfelsen getrieben wurden. Die Hänge, sofern nicht mit Kiefern oder Eukalyptus bedeckt, sind mit prächtigen Korkeichenwäldern, Erdbeer-Bäumen, „Medronheiros“, und einer enormen Vielfalt an Büschen und Blumen bewachsen. In Gebieten mit dichterer Vegetation finden sich vermehrt fleischfressende Säugetiere wie Ginsterkatzen, Ichneumons, Dachse und Füchse. Nach regnerischen Nächten ist es recht leicht, ihre Fährte anhand von Fußspuren und Kot auszumachen, die deren Wege in der dichten Vegetation markieren.

Die Route folgt temporären Wasserläufen, die ab und zu durchquert werden, wie zum Beispiel beim Amoreiras-Fluss und in der Atalaia- und der Carrascalinho-Schlucht. An Stellen, wo sich mehr Feuchtigkeit sammelt, herrschen wilde Rebe, Weide, Geißblatt, Baumheide und Weißdorn vor. Es gibt häufig kleine Staudämme, die die Bauern errichten, um Wasser angesichts des Sommers zu sammeln, der vier oder mehr Monate dauert. Diese Wasserreserven sind nicht nur für das Vieh und die Pflanzenkulturen essenziell, sie spielen auch für die wilde Flora und Fauna eine wichtige Rolle. Nähert man sich den Teichen vorsichtig, kann man beispielsweise die Sumpf-Schildkröte oder Maurische Bachschildkröte beobachten, beide durch europäisches Gesetz geschützte Spezies.

 

In der Flora im nördlichen Abschnitt der Route, da, wo der Boden sandig ist, können Sie die Nelke cravinho-bravo(Dianthus broteri) entdecken, eine wilde Nelke, die im Südwesten der iberischen Halbinsel endemisch vorkommt und die man auf dieser Route sehr häufig findet; sie blüht im Frühjahr. Desgleichen endemisch und zahlreich am Wegesrand zieht die Karde, die wilde Algarve-Artischocke (Cynara algarbiensis)gegen Ende des Frühlings mit ihrer leuchtend hell-violetten Blüte die Blicke auf sich.Auf diesem Weg entdeckt man auch weitere seltene und gesetzlich geschützte Pflanzen, wie die Thymian-Art Thymus camphoratus, die ausschließlich an der Südwestküste Portugals wächst, oder das Wolfsmilchgewächs Euphorbia transtagana, eine unauffällige Pflanze, die ebenfalls im Südwesten Portugals endemisch vorkommt.

 

Wo starten?

Carrascalinho

an der Kreuzung nach Serominheiro.

Technische Daten

Schwierigkeitsgrad: Mittelschwer

Entfernung: 14 KM
Geschätzte Dauer: 4 Std 30

Aufstieg gesamt: 0 m
Gesamtabstieg: 400 m

Höhe max.: 250 m
Höhe min.: 50 m

Empfohlene Jahreszeit: September bis Juni

VERHALTENSREGELN

Motorisierte Fahrzeuge gefährden die Wanderer. Wählen Sie alternative Wege.

Motorräder oder Jeeps sollten auf dem Historischen Weg vermieden werden; prüfen Sie ggf. Alternativen.

Zelten und Feuerentfachen ist außerhalb der ausgewiesenen Plätze nicht gestattet.

Führen Sie Ihren Hund an der Leine und sammeln seine „Hinterlassenschaften“ auf.

Die Weidetiere sind zahm, mögen aber nicht, wenn sich Fremde ihrem Nachwuchs nähern. Einige Höfe und Herden werden von Hunden bewacht. Verhalten Sie sich vorsichtig.

Die Wege durchqueren privates Gelände; schließen Sie die Pforten und Absperrungen wieder hinter sich.

Bereiten Sie Ihre Wanderung gut vor und gehen Sie keine Risiken ein. Unterwegs gibt es kaum Verpflegungs- und Ausrüstungsmöglichkeiten für Wanderer; nehmen Sie stets Wasser, Verpflegung und Sonnenschutz mit.

An einigen Stellen sind Straßen zu überqueren; hier gilt besondere Vorsicht.

Sie treffen auf ideale Picknick-Plätze; nehmen Sie Ihren Abfall bitte immer mit.

Nutzen Sie die Gelegenheit, Erfahrungen mit den Einheimischen auszutauschen und die lokale Lebensart kennenzulernen. Die Pfade durchqueren empfindliche Gebiete des Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina.

Tipps

Unterwegs auf dieser Tour gibt es keine Versorgungsmöglichkeit mit Ausnahme eines Cafés am Ausgangspunkt.

Wichtige Hinweise

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