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Carrapateira » Vila do Bispo

Etappe des Fischerweges

16 Km

Von allen Etappen des Fischerpfads bietet diese die atemberaubendsten Szenarien. Wenn Sie meinen, schon alles gesehen zu haben, werden die außerirdisch anmutenden Felsformationen und Strände Sie dennoch beeindrucken: Amado, Murração und Manteiga sind drei unverfälschte Juwelen der Natur, die sich dem Wanderer darbieten.

An der Küste und dem Weg zum Fischerhafen Porto de Pesca do Forno angelangt, lohnt sich die Besichtigung der Überreste einer islamischen Siedlung, der Stätte Ponta do Castelo. Diese Siedlung aus dem 12. und 13. Jahrhundert bestand aus etwa 15 Wohneinheiten, einer Terrasse zum Trocknen der Fische und drei Brotbacköfen. Sie wurde vermutlich nur zu den Jahreszeiten genutzt, in denen das Klima erträglich war. So lässt dieser Ort, dem Meereswind und der Feuchtigkeit extrem stark ausgesetzt, vermuten, dass er eine Beobachtungsfunktion hatte, vielleicht für den Walfang. Im Meer an der Algarve gab es viele Wale, den Fangregistern nach mindestens bis ins 14. Jahrhundert hinein. Bei den archäologischen Ausgrabungen fand man in dieser Siedlung Überreste von Keramik, Angelhaken, eine Harpune, Fischernetz-Gewichte und Reste von Meeresfrüchten, darunter einen Walfisch-Knochen.

Das Küstenplateau, das den Wanderer bis Vila do Bispo trägt, ist von tiefen Tälern durchfurcht, die von Flüssen und Bächen in den Schiefer getrieben wurden. Eines davon ist die Schlucht Barranco da Pena Furada, die in einem kleinen und reizvollen Strand gleichen Namens mündet. Überschaubar schmiegt er sich in eine nach Nordwesten ausgerichtete Bucht aus interessanten Felsformationen, die der modellierenden Meereserosion zu verdanken sind.

Die reichen Fang versprechende Fülle an Fischen und Meeresfrüchten zog menschliche Siedler seit der Frühgeschichte an diesen Küstenstreifen. Im Süden der Schlucht von Pena Furada führt der Pfad an einer Ausgrabungsstätte vorbei, die aktuell zwar keine sichtbaren Spuren an der Oberfläche zeigt, aber Artefakte aus Stein preisgab, die aus der Altsteinzeit stammen. Die Funde werden zeitweiligen Besiedlungen in Perioden milderen Klimas zugeordnet.

Wenn Sie im Frühling wandern, sind Sie von Düften umgeben und erleben den Tanz der Insekten beim Bestäuben der Pflanzen. Sie begegnen auch seltenen und an dieser Küste endemischen Spezies der Flora: Biscutella vicentina, Diplotaxis vicentina, Hyacinthoides vicentina, Herniaria algarvica, Cistus palhinhae, Teucrium vicentinum, Thymus camphoratus ouLinaria algarviana.

In den Schluchten hört man gewöhnlich die Nachtigall (Luscinia megarhynchos) und den Seidensänger (Cettia cetti). In den Klippen nisten unter anderem Weißstorch (Ciconia ciconia), Dohle (Corvus monédula), Felsentaube (Columba livia) und Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros). Auf dem Plateau beobachtet man Rothühner (Alectoris rufa), Turmfalken (Falco tinnunculus), Bluthänflinge (Carduelis canabina) und Iberienraubwürger (Lanius meridionalis).

Wo starten?

Carrapateira
Auf dem Dorfplatz “Largo do Comércio”.

Vila do Bispo
Auf dem Kirchplatz “Largo da Igreja”.

Technische Daten

Schwierigkeitsgrad: Anspruchsv

Entfernung: 16 KM
Geschätzte Dauer: 6 Std

Aufstieg gesamt: 500 m
Gesamtabstieg: 420 m

Höhe max.: 140 m
Höhe min.: 0 m

Empfohlene Jahreszeit: September bis Juni

VERHALTENSREGELN

Motorisierte Fahrzeuge gefährden die Wanderer. Wählen Sie alternative Wege.

Motorräder oder Jeeps sollten auf dem Historischen Weg vermieden werden; prüfen Sie ggf. Alternativen.

Zelten und Feuerentfachen ist außerhalb der ausgewiesenen Plätze nicht gestattet.

Führen Sie Ihren Hund an der Leine und sammeln seine „Hinterlassenschaften“ auf.

Die Weidetiere sind zahm, mögen aber nicht, wenn sich Fremde ihrem Nachwuchs nähern. Einige Höfe und Herden werden von Hunden bewacht. Verhalten Sie sich vorsichtig.

Die Wege durchqueren privates Gelände; schließen Sie die Pforten und Absperrungen wieder hinter sich.

Bereiten Sie Ihre Wanderung gut vor und gehen Sie keine Risiken ein. Unterwegs gibt es kaum Verpflegungs- und Ausrüstungsmöglichkeiten für Wanderer; nehmen Sie stets Wasser, Verpflegung und Sonnenschutz mit.

An einigen Stellen sind Straßen zu überqueren; hier gilt besondere Vorsicht.

Sie treffen auf ideale Picknick-Plätze; nehmen Sie Ihren Abfall bitte immer mit.

Nutzen Sie die Gelegenheit, Erfahrungen mit den Einheimischen auszutauschen und die lokale Lebensart kennenzulernen. Die Pfade durchqueren empfindliche Gebiete des Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina.

Tipps

Wichtige Hinweise

Achten Sie an den Stränden Amado und Murração unbedingt auf die Gezeiten. Falls es nicht möglich ist, den Strand von Murração zu überqueren, nehmen Sie den Rundweg (Percurso Circular) ins Landesinnere.

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