Über die Region

Über die Region

110 km wilde Küste

110 km wilde Küste und zirka 75.000 Hektar geschütztes Gebiet bilden das Naturreservat Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina. Es besteht aus einer Vielfalt an Lebensräumen, die zum Teil noch fast unberührt sind und etliche endemische Pflanzenarten sowie eine große Zahl an Tierspezies, hauptsächlich Amphibien, Vögel und Meerestiere aufweisen.

Der Naturpark verbindet zwei besonders reizvolle Regionen Portugals: die romantische und ruhige Alentejo-Küste mit dem in einzigartiger Weise ursprünglichen und wilden Küstenstreifen der Algarve. Wildnis, Landwirtschaft und ein angenehmes Klima, in dem die Sonne an mehr als 300 Tagen im Jahr scheint, gestalten diese Region zu einem attraktiven Ziel für Urlauber, die Authentisches suchen und den Naturtourismus bevorzugen.

Wer sich vom Meer aus dem Südwesten Portugals nähert, stößt auf eine hohe Klip- penlandschaft mit Felsformationen aus uraltem Gestein, dunkel an der Alentejo-Küste (Schiefer und Grauwacke) und hell an der Algarve-Küste (Kalk). Auf der Küstenebene ist der felsige Untergrund mit einer feinen Sedimentschicht überzogen, dem Nährboden einer Fülle von Lebensräumen und einzigartigen Spezies.

Flüsse und Bäche durchziehen das Küstenplateau mit tiefen Schluchten und Tälern und ihre Ufer sind gesäumt von mediterranem Dickicht, das noch fast unberührt ist. Weiter im Landesinneren schließt sich eine Berglandschaft, die Serra an, deren Felsfalten durch gewaltige Verschiebungen der Kontinentalplatten geformt wurden. Eichen- und Kiefernwälder sowie felsige Bergkuppen prägen diese Landschaft, die von Greifvögeln und nachtaktiven Raubtieren bevölkert ist.

Den Südwesten Portugals zeichnen seit jeher – seit tausenden von Jahren – global außergewöhnlich günstige klimatische Bedingungen aus. Ein Indiz dafür ist die Tatsache, dass dieses Gebiet in den letzten Eiszeiten ein Refugium vieler Pflanzen- und Tierarten war, von denen ein großer Teil bis heute dort zu finden ist, auch wenn weitere Populationen dieser Spezies erst wieder hunderte von Kilometern entfernt existieren. Im Südwesten Portugals gibt es zudem etliche endemische Arten, die weltweit also nur dort vorkommen.

Die Winter sind kurz und mild, bringen aber genügend Regen, um die Erde für die verbleibenden neun Sonnenmonate mit Wasser zu versorgen. Die Harmonie, in der Natur und Mensch seit der Urgeschichte dort zusammenleben, zeigt sich an der Vielfalt der vorhandenen Habitate, in denen man auf Entdeckungstour gehen kann: bei Ebbe zwischen den Felsen (Seesterne, Seeigel, Entenmuscheln und Wellhornschnecken …), an den dunklen Klippen des Alentejo (wo Störche, Falken, Schwalben, Dohlen, Hausrotschwänze, … nisten), an den weißen Klippen der Algarve (wo man Fußspuren von Dinosauriern, fossile Korallen und dunkle Grotten mit sagenhaften Wesen findet), in den Dünen (reich an seltenen, endemischen, aromatischen und Heilpflanzen …), an den Fluss- und Bachmündungen (Brutstätten für Fische, Weich- und Schalentiere); auf den Küstenplateaus (im Oktober Schauplatz zur Beobachtung tausender Zugvögel inklusive der großen Gleitflieger), an den temporären mediterranen Flachgewässern (bevölkert von prähistorischen Schalentieren sowie nahezu allen in Portugal heimischen Amphibien), in abgelegenen Tälern (mit portugiesischen Eichen, Lianen und Buschwerk voller bunter Beeren), an klaren Bachläufen (in denen der Otter heimisch ist); oder in Pinien- und Korkeichenwäldern (Lebensraum der Wildschweine, ideal zum Sammeln von Pilzen und wildem Spargel). Selbst in den vom Menschen kultivierten Landschaften bewahrt sich in Korkeichen- und Olivenhainen, auf Wiesen und in Obstplantagen eine große biologische Vielfalt.

In den Dörfern bewahren gastfreundliche Menschen jahrhundertealte Traditionen, wie beispielsweise die Kork- und Honiggewinnung, den Weinanbau, die Olivenöl-Herstellung, die Töpferei und den Fischfang.

Die eindrucksvollsten Merkmale auf der Rota Vicentina präsentiert die Natur, aber die menschliche Geschichte findet sich ebenfalls in vielen archäologischen Spuren, heiligen Stätten voller Mystik, Festungen, die vor Piraten schützten oder in einer Inschrift, die bis heute nicht entschlüsselt werden konnte. Sie wurde auf Steintafeln gefunden, die mehr als 2.500 Jahre alt sind!

Wann zu besuchen

Die idealen Wandermonate auf der Rota Vicentina sind September bis Juni. SüdwestPortugals mediterranes Klima verspricht ganzjährig milde Temperaturen, vor allem durch den starken Einfluss des Atlantik.

Der Oktober ist im Allgemeinen sehr mild mit ebenfalls warmen Wassertemperaturen und kaum starkem Wind.

Im Winter sinken die Tagestemperaturen nicht unter 11°C. Gewöhnlich fällt zu dieser Jahreszeit der meiste Regen.

Ab März wechseln Sonnen- und Regentage sich ab, während die Temperaturen zu steigen beginnen. Die Landschaft erwacht und die Intensität der Farben und Düfte sorgt dafür, dass der Frühling eine der schönsten Jahreszeiten für einen Besuch dieser Region ist.

Anreise und Transportmittel

Die Region befindet sich südwestlich von Lissabon. Die nächstgelegenen Flughäfen sind Lissabon und Faro. Von dort aus sind die größeren Orte der Südwestküste per Auto, Bahn oder Bus erreichbar.

Sines oder Lagos erreichen Sie über Autobahnen und/oder Schnellstraßen, andere Etappenziele über teils recht kurvige, dafür landschaftlich besonders reizvolle Landstraßen.

Wollen Sie bei Ihrer Rota Vicentina-Wanderung ganz auf das Auto verzichten, können Sie per Zug oder Bus anreisen und vor Ort Taxis und Transfers nutzen.

Sollten Sie vorhaben, Ihre Wanderung mit anderen Aktivitäten innerhalb größerer Distanzen in der Region zu verbinden, empfehlen wir Ihnen, mit dem Auto anzureisen.

Mit dem flugzeug

Die Region wird von den Flughäfen Lissabon und Faro ver- sorgt. Für die nördlichen Etappen eignet sich der Anflug über Lissabon am besten, für die südlichen Faro, wobei die Anschlussverbindungen ab Lissabon vielfältiger sind. Die Flughäfen Lissabon und Faro werden von praktisch allen europäischen Hauptstädten angeflogen.

Mit dem auto

Von Lissabon

Von Lissabon aus folgt man der Autobahn A2/A12 oder der Nationalstraße IC1 in Richtung Süden/Algarve.

Auf der A2 nimmt man entweder auf der Höhe von Sines die Schnellstraße IP8 in Richtung Odemira und Porto Covo, oder man nimmt die IC1 bei der Ausfahrt „Beja/Ferreira“, der man in Richtung „Algarve/ Ourique“ und anschließend in Richtung „Alvalade/Cercal/Lagos“ oder „Odemira/OESTE“ folgt.

Von Faro aus folgen Sie der Autobahn A22 oder der Nationalstraße EN 125 bis Lagos- Bensafrim. Von dort aus können Sie auf der EN 125 nach Carrapateira oder Aljezur weiterfahren.

Mit dem zug

Besonders umweltfreundlich, effizient und bequem reist es sich per Bahn in den Südwesten. Mit Ausnahme von Lagos, wo der Fischerpfad startet oder endet, befinden sich die Bahnstationen der Algarve meist weiter von der Küste entfernt.

Von der Station Ermidas-Sado sind es 28 km bis Santiago do Cacém, Funcheira ist 35 km von Odemira und Cercal do Alentejo entfernt.

Der Bahnhof Santa Clara-Sabóia ist 27 km von São Teotónio entfernt, befindet sich aber auch am Historischen Weg, der nach Odemira führt.

Um zur Küste zu gelangen, können Sie ein Taxi nehmen, einen Transfer-Service über Ihre gewählte Unterkunft bestellen oder einen Bus der Linien Rodoviária do Alentejo (montags bis freitags) und/oder EVA Transportes nutzen.

Mit dem bus

Mit dem Fernbus erreicht man jeden Punkt der Rota Vicentina am einfachsten. Die Linie Rede Expresso verfügt über komfortable Busse mit kostenlosem WLAN-Service, fährt jedoch etliche Kilometer über kurvenreiche Straßen, sodass die Fahrt 1-2 Stunden länger dauert, als mit einem Privatfahrzeug. Die Rede Expresso-Busse fahren von Lissabon und Lagos aus und steuern jeden größeren Ort der Region an.

Transfers - personen und gepäck

Auf unserer Website im Bereich „Transport“ finden Sie die Taxi-Unternehmen aus dem Rota Vicentina-Partnernetz, die Ihnen ermöglichen, die Region unbeschwert und sehr flexibel zu genießen.

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